Die wunderbare Welt des Saxophons von RUDY HAEMERS!
21 Juli 2008
Am Samstag, dem 6. September, war Rudy Haemers, renommierter Saxophonlehrer und gefragter Solist, bei Adams zu Gast für einen sehr interessanten Vortrag über das Saxophon. Die verschiedenen Saxophonmodelle, Mundstücke, Rohrblätter usw. waren einige der Bestandteile dieses wunderbaren Instruments und wurden erläutert. Darüber hinaus wurden auch Preise, Mietmöglichkeiten und Ähnliches besprochen.
Rudy Haemers
Rudy Haemers wurde am 1. April 1959 in Kortrijk geboren. Nach dem Erwerb erster Preise in Musiktheorie, Saxophon und Kammermusik am Königlichen Konservatorium in Gent setzte er sein Studium am Lemmensinstitut in Leuven fort, wo er das höhere Diplom für Saxophon und Kammermusik in der Klasse von Norbert Nozy erlangte. Darüber hinaus erwarb er Diplome an den Konservatorien von Maastricht und Amsterdam. Rudy Haemers ist ein international renommierter Solist, der regelmäßig mit anderen Orchestern und in Saxophonensembles auftritt. Er ist Lehrer am Städtischen Konservatorium von Mechelen und dirigiert verschiedene Blasorchester. Rudy Haemers gilt als einer der besten Saxophonisten unseres Landes und ist auf Sopran- und Altsaxophon spezialisiert.
Das Saxophon
In den 1840er Jahren erfand der belgische Musikinstrumentenbauer Adolf Sax ein Instrument, das bald große Bekanntheit erlangte und seitdem den Namen seines Erfinders trägt: das Saxophon oder kurz das "Sax". Er kam auf die Idee, als er mit dem Mundstück der Bassklarinette experimentierte, das er auf verschiedene Blechblasinstrumente setzte.
Das Instrument wird stets aus Metall gefertigt, ist aber wie die Klarinette ein Einzelrohrblattinstrument. Wie bei der Klarinette ist das einzelne Rohrblatt an der Unterseite des Mundstücks mittels einer Metallklemme befestigt. Die Bohrung ist sehr weit.
Obwohl das Saxophon aus Messing hergestellt wird, wird es dennoch häufig zu den Holzblasinstrumenten gezählt, wegen des Rohrblatts und weil die Spieltechnik stark der Klarinettentechnik ähnelt. Der Griff ist wie bei einer Oboe, das Mundstück wie bei einer Klarinette. Ein guter Klarinettist kann häufig auch Saxophon spielen.
Um einen Ton auf dem Saxophon zu erzeugen, müssen Sie Luft zwischen Rohrblatt und Mundstück pressen. Dadurch wird das Rohrblatt in Schwingung versetzt und ein Ton entsteht.
Klappen sorgen dafür, dass die in das Rohr des Instruments gebohrten Löcher geschlossen werden können. Durch das Drücken oder Loslassen dieser Klappen können verschiedene Töne erzeugt werden.
Die ausgeklügelte Mechanik erfordert eine einwandfreie Funktion und somit eine präzise Einstellung. Die Einstellung hat direkten Einfluss auf Klang- und Spieleigenschaften, weshalb ein Fachmann erforderlich ist. Je nach Qualität und Nutzung ist eine Wartung manchmal notwendig.
Verschiedene Materialien des Mundstücks können unterschiedliche Klangfarben erzeugen. Auch die Stärke und Qualität des Rohrblatts können zu unterschiedlichen Klangfarben führen.
Einzelnes "ROHRBLATT": zur Verdeutlichung, die Spitze ist die Vorderseite, auf die geblasen wird.
Nicht so sehr die Dicke, sondern vielmehr die Steifheit des Rohrblatts wird mit Zahlen (1 bis 5) oder mit Bezeichnungen (soft, medium oder hard) angegeben.
Schwer
Ein schweres (steifes) Rohrblatt erzeugt einen dunkleren und volleren Klang und mehr Lautstärke.
Die Tonhöhe ist schwieriger zu kontrollieren und auch leises Spielen ist schwieriger.
Leicht
Ein leichtes Rohrblatt spricht leichter an und erzeugt einen hellen und klaren Klang. Auch leises Spielen ist einfacher. Die Tonhöhe ist jedoch schwieriger zu kontrollieren.
Ursprünglich bestand die Saxophonfamilie aus 14 Mitgliedern. Heute werden nur noch 9 Typen hergestellt. Vier Typen, darunter Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon, werden meist in einem Blasorchester verwendet und werden noch in großem Umfang hergestellt. Alle Mitglieder der Saxophonfamilie sind:
- Soprillo in B, gerade.
- Sopraninosaxophon in Es, meist gerade.
- Sopransaxophon in B, meist gerade, auch gebogen in S-Form.
- Altsaxophon in Es und C ("C-melody"), S-Form.
- Tenorsaxophon in B, S-Form.
- Baritonsaxophon in Es, S-Form, mit zusätzlichen Biegungen.
- Basssaxophon in B, S-Form, mit zusätzlichen Biegungen.
- Kontrabasssaxophon in Es, S-Form, mit zusätzlichen Biegungen.
- Subkontrabasssaxophon in B, S-Form, mit zusätzlichen Biegungen.
Die rot markierten Typen sind etwas außer Gebrauch geraten.
Wie die Klarinetten sind es transponierende Instrumente.
Um eine reine Stimmung zu erhalten, ist es notwendig, dass das Saxophon zunächst warm geblasen wird. Durch weiteres oder geringeres Aufschieben des Mundstücks auf den S-Bogen kann das Saxophon gestimmt werden.

