Adams Music Centre - Together in Music

Camilla Hoitenga

Die Flötistin Camilla Hoitenga ist auf Bühnen rund um den Globus zu Hause, in so unterschiedlichen Sälen wie der Carnegie Hall in New York, der Royal Festival Hall in London, dem Kreml in Moskau und der Verbotenen Stadt in Peking, China. Sie spielt nicht nur die C-Flöte, sondern auch Alto-, Bass- und Piccoloflöte sowie weitere Varianten ihres Instruments.

Sie hat Konzerte uraufgeführt, die für sie von Komponisten wie Kaija Saariaho, Péter Koszeghy, Ken-Ichiro Kobayashi und Raminta Serksnyte geschrieben wurden, mit Orchestern wie dem London Philharmonic, dem Chicago Symphony, dem Royal Philharmonic of Stockholm, dem Finnish Radio Orchestra sowie Orchestern in Paris, Barcelona, Helsinki, Berlin, Kyoto, Tampere, Frankfurt, Vilnius und vielen anderen, und arbeitete mit Dirigenten wie Marin Alsop, Jukka-Pekka Saraste, Susanna Mälkki, Alan Gilbert, Christoph Eschenbach und Vladimir Jurowski zusammen. Sie trat bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen und den Donaueschinger Musiktagen auf.

Ihr Repertoire reicht von vor-Bach bis post-Stockhausen, von Konzerten bis zur Musik für Soloflöte (Stockhausen, Eötvös), von zeitgenössischen Stücken für Live-Video und Elektronik mit Jean-Baptiste Barrière oder Claudia Robles bis zu Improvisationen mit Jean-Marc Montera oder Taavi Kerikmäe und interdisziplinären Projekten. Ihre Konzerte wurden von der Presse als „brillant“, „charismatisch“, „fesselnd“ und „idealerweise transparent und präzise“ gelobt. Ihre Aufnahmen, insbesondere mit Kaija Saariaho, wurden in Frankreich, Großbritannien und Nordamerika ausgezeichnet.

Neben ihren intensiven Kooperationen mit Saariaho, Koszeghy und Stockhausen wurden ihr Werke gewidmet von Komponisten wie Donnacha Dennehy, Christopher Fox, Miyuki Ito, Anne LeBaron, Arvydas Malcys, Michele Rusconi, Oliver Schneller, Helena Tulve, Jovanka Trbojevic, Andreas Wagner und Bryan Wolf.

Als häufige Gastkünstlerin in Japan, mit großem Interesse an der japanischen Kultur, hat sie auch zahlreiche Werke uraufgeführt, die japanische Komponisten für sie geschrieben haben, darunter Miyuki Ito, Mio Minamikawa, Shoko Shida, Takehito Shimazu, Yoshiro Kanno, Harue Kondoh und jüngst Yu Kuwabara und Yasutaki Inamori.

Kompositionsaufträge für ihre eigene Musik und Improvisation erhielt sie von Malern und Bildhauern (z. B. Mutsumi Okada, Jörg Immendorff, Raija Malka, Peter Drake) sowie von Galerien und Museen (z. B. „for Yves Klein“ im Museum Ludwig, Köln). Der Bildhauer Ansgar Nierhoff schuf für sie eine dreidimensionale Partitur aus Eisen, ein Stück namens „Anlehnen“ („sich anlehnen“), das sie in verschiedenen Umgebungen interpretierte.

Camilla Hoitenga hat an der State University of New York und an der Folkwang Hochschule Essen / Duisburg gelehrt und hält weiterhin Masterclasses und Workshops zu verschiedenen Themen für Musiker jeden Alters. Ihre eigenen Flötenlehrer waren Darlene Dugan, Alexander Murray, Peter Lloyd und Marcel Moyse. Weitere Inspiration erhielt sie während ihres Studiums bei dem Philosophen Nicholas Wolterstorff am Calvin College (B.A.) und bei dem Alter Musik-Experten George Hunter, den Komponisten Ben Johnston und Sal Martirano und dem Ethnomusikologen Bruno Nettl an der University of Illinois (M.Mus., D.M.A.), und besonders bei Karlheinz Stockhausen in Köln.

Geboren in Grand Rapids, Michigan (USA), lebt Camilla Hoitenga heute in Köln, Deutschland und Sylva, North Carolina.

Camilla Hoitenga spielt auf Altus Flutes