François, Gert (B)
ADAMS PERCUSSION FESTIVAL - 03 may 1992
Gert François studierte am Königlichen Konservatorium in Gent, wo er seinen Masterabschluss in Schlagwerk und Kammermusik erhielt. Danach setzte er seine Ausbildung fort und besuchte Masterclasses bei Ruud Wiener (Vibraphon) und Adama Dramé (afrikanische Percussion). Seit 1987 ist er Professor für Schlagwerk am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Gert gab zahlreiche Masterclasses an der Universität Buffalo (USA), an der Musikhochschule Oslo und betreut die Schlagwerksektion mehrerer Jugendorchester.
Neben seiner Lehrtätigkeit sammelte Gert umfangreiche Orchestererfahrung. Er ist Pauker und Leiter der Schlagwerksektion des Flämischen Radioorchesters. Er trat mit renommierten Ensembles wie der New Symfonietta Amsterdam und der Beethoven Akademie auf. Mit diesen Ensembles tourte er durch Europa, die Vereinigten Staaten und Lateinamerika. Im Oktober 2000 tourte er gemeinsam mit der Flötistin Lieve Schuermans durch die USA, mit der er ein Duo bildet. Außerdem tritt er im Duo mit der Geigerin Yuki Hori auf.
Als Solist spielte Gert bei Uraufführungen wie „Raga I“ von Wim Henderickx und „Sketches“ von Vinko Globokar beim Festival van Vlaanderen, gemeinsam mit V. Globokar und M. Bashir. Er trat bei Percussion-Spektakeln mit Größen wie Trillok Gurtu, Doudou N’Daye Rose, Mamady Keita und Han Bennink auf. Zudem war er Teil des Projekts „Confrontations“ von Wim Henderickx mit Adama Dramé, das durch Europa und Afrika tourte und 2003–2004 als CD veröffentlicht wurde.
Gert trat als Solist unter Dirigenten wie K. Montgomery, B. Engeset, J. Latham-Koenig, Tan Dun, James McMillan und Grant Llewellyn auf. 1999 erschien eine CD mit dem Königlichen Philharmonischen Orchester von Flandern mit „Raga I“ für Solo-Schlagwerk und Orchester. 2001 folgte eine Aufnahme von Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug mit Jan Michiels, Inge Spinette und Bart Quartier. Zudem spielte er die norwegische Erstaufführung von Tan Duns „Water Concerto“ und die belgische Erstaufführung von James McMillans „Veni Veni Emmanuel“.
