Marlies van Gangelen
Marlies van Gangelen (1988) ist Gründerin des niederländischen experimentellen Ensembles Perforator, spielte im Kyteman Orchestra und ist Mitglied des Berliner Ensembles s t a r g a z e.
Mit dem genannten Ensemble trat sie unter anderem mit Terry Riley, Bill Frisell, Bon Iver, Nils Frahm, Philippe Jaroussky und Amanda Palmer auf. s t a r g a z e ist regelmäßiger Gast in Häusern wie der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Paris und der Royal Albert Hall in London. Die Gruppe tourte durch Amerika, Australien, Taiwan und Neuseeland und unterschrieb einen Plattenvertrag bei Transgressive Records. s t a r g a z e ist unter anderem auf dem posthum erschienenen Album Thanks For The Dance von Leonard Cohen zu hören.
Nach ihrem Bachelorabschluss in klassischem Oboenspiel zog Marlies nach London, um einen zweijährigen Masterstudiengang an der Guildhall School for Music and Drama (2012) zu absolvieren. Während dieses Studiums konzentrierte sie sich auf künstlerische und kreative Prozesse in verschiedenen Kontexten. Sie entwickelte neue Fähigkeiten als Komponistin, künstlerische Leiterin, Improvisatorin und Performerin und gewann den Preis The Voice of Innovation (2013).
Während ihres Aufenthalts in London schloss sie sich dem London Improvisers Orchestra (2013-2014) an und wurde Mitglied des Kollektivs Africa Express, einer Initiative von Damon Albarn (bekannt von Blur und Gorillaz). 2014 schloss Marlies ihr Studium an der Guildhall mit einer Komposition für "dekonstruierte Oboe" ab. Das Prüfungskomitee fand das Konzept hinter ihrem Projekt "eine außergewöhnlich schöne Idee", die Komposition selbst wurde als "stark" bewertet.
Derzeit konzentriert sich Marlies vor allem auf die Entwicklung innovativer Musiktheaterproduktionen mit Perforator. Zusammen mit ihrem Komplizen, Musiker / Erfinder Akim Moiseenkov, entwickeln sie Rennautos, die mit der Musik der Oboe verbunden sind, einen Stift, der beim Schreiben in der Luft lyrische Klänge erzeugt, und Ballons, die singen, wenn das Publikum sie überwirft. Perforator debütierte 2016 beim Holland Festival und tourt seitdem national und international.