Johannes Leis
Johannes Leis, der heute in Valence in Frankreich und bei Düsseldorf lebt, hat in seiner Laufbahn als Komponist, Flötist und Saxophonist in zahlreichen Projekten der zeitgenössischen Musik und des Jazz mitgewirkt. Den Grundstein dafür legte er mit seinem Musikstudium an den Hochschulen in Köln und Düsseldorf von 1980 bis 1986, das er parallel durch die Fächer Geographie und Romanistik an der Universität Düsseldorf ergänzte.
Seine künstlerische Tätigkeit ist ungewöhnlich vielseitig: Sie reicht von Auftritten mit Tanzcompagnien über Projekte für Opernproduktionen und Klanginstallationen in Museen und Unternehmen bis hin zu Improvisationen und Kompositionen für Stummfilme. Zu den prägenden Stationen seines Wirkens zählen die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten „Moondog” (1991), Tanz- und Theaterproduktionen in Düsseldorf und Wilhelmshaven bis 1995, die musikalische Leitung beim „Heine Spektakel” in Düsseldorf (1997) sowie seit 2002 die Berliner Band 17 Hippies und seit 2001 diverse Lounge-Music-Produktionen bei Stargazer Lounge und Sol Electrico. Begegnungen mit Musikern wie Marion Brown (New York), Gunter Hampel (Göttingen), Nana Danso Abiam (Ghana), Christine Wodrascka (Toulouse), Jaki Liebezeit (Köln, Can), Jean Bolcato (Lyon, Arfi) und Vieux Farka Touré (Mali) runden das breite Spektrum seiner Arbeit ab.
Mit seinem eigenen Jazztrio und -quartett tourte er von 1997 bis 2004 durch Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Zwischen 1999 und 2007 wirkte er zudem an verschiedenen Orchester-Jazzprojekten mit, darunter „Le Grotorkèstre” und „Kousmine Pichon”, die ihn auf Festivals in Deutschland und Frankreich führten. 2006 gestaltete er gemeinsam mit der Schauspielerin Nicole Heesters Konzerte zum Thema Robert und Clara Schumann. Seit 2001 ist er darüber hinaus an Konzert- und Studioprojekten in Berlin beteiligt, arbeitete 2008 und 2009 mit dem Museum Valence zusammen und gründete 2010 mehrere Live-Ensembles im Bereich Klassik sowie elektronisch-akustischer Musik. 2011 folgte ein Kompositionsauftrag des Konservatoriums Valence, 2013 war er als Director of Audiodesign bei Blue Eye FX Productions für einen Dokumentarfilm tätig.
Der Schwerpunkt seiner konzertanten Arbeit liegt aktuell in der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Georg Grisloff, dem Kontrabassisten Pierre Badaroux sowie dem französischen Jazzorchester JAV Contreband. Eine besondere Leidenschaft gilt seit mehreren Jahren den großen tiefen Flöten: Seit 2026 besitzt er eine Doppelkontrabassflöte aus der Werkstatt von Eva Kingma.
Neben seiner künstlerischen Arbeit blickt Johannes Leis auf eine langjährige Lehrtätigkeit zurück. Bereits während des Studiums unterrichtete er in der Kulturwerkstatt Düsseldorf Improvisation (1984–1992), von 2010 bis 2025 lehrte er an Musikschulen und Konservatorien in Südfrankreich. Er beteiligt sich in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden an Kongressen zur Querflöte und leitet bis heute Workshops zu Improvisation und Komposition unter dem Titel „Parameter und Techniken der Improvisation” – für Profis wie Amateure aus der klassischen Musik und dem Jazz.
Kommende Veranstaltungen
| Veranstaltung | Datum | Zeit | Informationen | Kommende Veranstaltungen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Flutemocean by Johannes Leis | 31 Oktober 2026 | 10:00 - 11:00 | Weiterlesen |
Flutemocean by Johannes Leis 31 Oktober 2026 / 10:00 - 11:00 |
|
| Q&A Low Flutes | 31 Oktober 2026 | 14:00 - 14:45 | Weiterlesen |
Q&A Low Flutes 31 Oktober 2026 / 14:00 - 14:45 |
|