Adams Music Centre - Together in Music

Bram Nolf

Der Oboist Bram Nolf absolvierte sein Musikstudium an den Konservatorien in Gent, Rotterdam und Paris. Seine wichtigsten Lehrer waren dort jeweils Paul Beelaerts, Emanuel Abbühl und David Walter.

Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Heinz Holliger und Lothar Koch. Während seines Studiums wurde er für mehrere internationale Jugendorchester ausgewählt (Euro Youth Philharmonic, Gustav Mahler Jugend Orchester, Wereld Jeugd Orkest, Schleswig Holstein Musik Festival Orchester), in denen er wertvolle Orchestererfahrung unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Kurt Sanderling und Herbert Blomstedt sammelte.

Bram Nolfs professionelle Orchesterlaufbahn begann 1996 beim Symfonieorkest Vlaanderen. 1999 wechselte er zum Nationaal Orkest van België (heute: Belgian National Orchestra), in dem er bis heute tätig ist. Im Rahmen der Koningin Elisabeth Wedstrijd schreibt er seit mehreren Jahren einen viel gelesenen Blog über die intensiven Vorbereitungen der Finalisten gemeinsam mit dem Orchester.

Als Solist möchte Bram Nolf sowohl das etablierte Repertoire als auch innovative Musik präsentieren. Dabei wurde er unter anderem vom Collegium Instrumentale Brugense, dem Symfonieorkest van Vlaanderen, I Fiamminghi, Prima la Musica, dem Nederlands Ballet Orkest, dem Nationaal Orkest van België, l’Orchestre Royal de Chambre de Wallonie und der Koninklijke Muziekkapel van de Gidsen begleitet.

Mehrere Komponisten widmeten Bram Nolf neue Werke, die er jeweils auch zur Uraufführung brachte. Zu den wichtigsten zählen:

  • Piet Swerts: "Six Metamorphoses after Covid" für Oboe solo
  • Dirk Brossé: "Three Roads to Loveland" für Englischhorn und Streicher
  • Jan Van der Roost: "Aulos", Konzert für Oboe / Englischhorn und Orchester
  • Annelies Van Parys: "Fabula Rasa" für Oboe und Harfe
  • Paul Beelaerts: "Groetjes" für Oboe solo

Bram Nolf ist Professor an der LUCA School of Arts (Campus Lemmens) und an der Ecole Supérieure des Arts in Mons. Außerdem gibt er regelmäßig Meisterkurse, insbesondere in Italien, Kroatien, China und Kolumbien. Vor einigen Jahren wurde er von der University of Newcastle in Australien eingeladen, an "The oboe reed making DVD" mitzuwirken, einem Forschungsprojekt über die Kunst des Oboenrohrbaus.

Bram Nolfs Oboe und Englischhorn stammen vom französischen Instrumentenbauer Marigaux, für den er auch als Botschafter tätig ist.