Ali Ryerson
Ali Ryerson ist eine Jazz-Flötistin mit einer Karriere von über vier Jahrzehnten, die sie konsequent zu den besten Flötistinnen in der Downbeat Jazz Poll zählt. Geboren 1952 in New York City, wuchs Ali in einer musikalischen Familie auf. Ihr Vater, Art Ryerson, war ein renommierter Jazz-Gitarrist, der beim Paul Whiteman Orchestra begann und später jahrzehntelang als Top-Studio-Musiker in NYC tätig war und mit Künstlern wie Louis Armstrong, Charlie Parker, Sarah Vaughan, Frank Sinatra und Elvis Presley aufnahm.
Ali Ryerson setzte die Familientradition fort und wurde eine international tourende und aufnehmende Künstlerin mit Auftritten von der Carnegie Hall bis zum Blue Note (NYC und Japan) sowie bei Festivals weltweit. Sie veröffentlichte zahlreiche Alben bei großen Jazz-Labels wie Concord Records, DMP, Capri und Bob Thiele’s Red Baron. Ryesons bahnbrechende Jazz Flute Big Band veröffentlichte 2013 ihr Debüt-Album Game Changer, das sechs Wochen lang in den US Jazz Charts unter den Top 10 blieb.
Sie hat mit Jazz-Größen wie Red Rodney, Roy Haynes, Kenny Barron, Frank Wess, Hubert Laws, Stéphane Grappelli, Mike Mainieri und Joe Beck aufgenommen und/oder gespielt und war Gastkünstlerin mit Wynton Marsalis und dem Jazz at Lincoln Center Orchestra. Sie spielte auch mit klassischen Künstlern wie Julius Baker und Luciano Pavarotti, während sie als erste Flötistin beim Monterey Bay Orchestra tätig war.
Ryerson war musikalische Leiterin des Hudson River Regional Jazz Festival (2001–2004), NFA Jazz Chair (2005–2010) und ist derzeit Low Flutes Chair der National Flute Association (NFA). Sie gründete die NFA Jazz Flute Big Band. Als Pädagogin und Autorin veröffentlichte Ryerson die vielbeachtete Jazz Flute Practice Method und brachte eine Jazz Flute Masterclass DVD heraus (LessonFace). Sie ist Professorin für Flöte an der Sacred Heart University und leitet weltweit Meisterklassen, einschließlich ihres jährlichen einwöchigen Seminars bei Hidden Valley Music Seminars in Kalifornien und einer Online-Reihe über LessonFace in NYC.
Als Komponistin hat Ali zahlreiche Werke für Flötenensembles veröffentlicht, viele davon auf NFA-Kongressen uraufgeführt. Sie studierte bei Harold Bennett (ehemaliger Principal Flute der Metropolitan Opera) und John Wion (ehemaliger Principal Flute der NYC Opera) und erhielt einen BM-Abschluss in Performance an der Hartt School of Music der University of Hartford. Ryerson ist Gemeinhardt Artist mit einer Autograph Series Flöte und Artist-in-Residence für Gemeinhardt Musical Instruments.
Ali ist als Gastkünstlerin auf dem Album Café Colombo des Bert Dalton Brazil Project zu hören, das Musik des brasilianischen Komponisten und Pianisten Manfredo Fest enthält. Zu ihren jüngsten Einladungen als Gastkünstlerin zählen das Galway Flute Festival in der Schweiz, das International Flute Festival in Lima (Peru), das 60. Monterey Jazz Festival, die New York Flute Club, die Florida Flute Convention, die Rochester Flute Fair, die Chicago Flute Fair und das International Adams Flute Festival. Ali Ryerson wird von Gemeinhardt Flutes gesponsert.