Adams Musical Centres - Together in Music

Drumworld festival 2007

Sonntag, der 16. September, war ein Tag, den kein Schlagzeuger hätte verpassen dürfen. Die vierte Ausgabe des Adams Drumworld Festivals zeigte erneut, dass ein Tag in Limburg mühelos zu einem echten Weltklasse-Drumfestival werden kann.

Eine riesige Halle, großartige Drummer, wie immer bestes Wetter, äußerst günstige Preise für Speisen und Getränke, exzellenter Sound, zwei Videoscreens, eine entspannte Atmosphäre, freundliche Aussteller, überall hilfsbereite Adams-Mitarbeiter, das größte Drumgeschäft des Landes in greifbarer Nähe, und ein Festival, bei dem jeder Künstler volle eine Stunde Zeit hatte, seine Geschichte zu erzählen. Was will man mehr? Auch in diesem Jahr war das Programm beeindruckend.

11.30 – 12.30 Darrin Mooney

Darrin Mooney, ein typisch britischer Drummer, eröffnete das Festival. Nachdem er Mitglied von Primal Scream wurde, spielte er auf dem Album „XTRMNTR“, das im Jahr 2000 erschien und vom Q Magazine mit vier Sternen bewertet wurde. Mit den Alben „Vanishing Point“ und „Evil Heat“ war die Band weltweit auf großen Festivals vertreten, oft als Headliner.

Die letzte Tour im Jahr 2004 führte Primal Scream sehr erfolgreich durch ganz Südamerika. Darrin lernte viel von Bob Armstrong und spielte in zahlreichen Bands unterschiedlichster Stilrichtungen, besonders Bigband und Jazz. Im Jahr 2001 wurde er von Gary Moore eingeladen, das Album „Back to the Blues“ aufzunehmen. Daraus entstand eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Alben „Scars“ (2002) und „Power of the Blues“ (2004). Darrin ist unter Drummern hoch angesehen und überzeugt auch als Clinic-Performer, ein würdiger Auftakt für das Adams Drumworld Festival.

13.00 – 14.00 Cindy Blackman

Als Nächste betrat Cindy Blackman die Bühne. Geboren und aufgewachsen in Ohio, begann sie ihre Karriere als Straßenmusikerin in New York. Nach drei Jahren Studium am Berklee College of Music in Boston erhielt sie Privatunterricht bei der legendären Schlagzeugpädagogin Alan Dawson.

Ihr Durchbruch gelang mit ihrer eigenen Band in New York, wodurch sie die Aufmerksamkeit des Retro-Funk-Rockers Lenny Kravitz auf sich zog. Sein Vertrauen half ihr, ihren ganz eigenen Stil weiterzuentwickeln. Die DVD „Multiplicity“ unterstreicht ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten. Für viele ist Cindy Blackman eine Künstlerin mit einer großen Zukunft. Sie ist Energie, Leidenschaft und pure Kraft.

14.30 – 15.30 Gary Chaffee

Nach Cindy übernahm ihr ehemaliger Lehrer Gary Chaffee die Bühne. Die Masterclass war vollständig ausgebucht. Gary blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Von 1972 bis 1976 war er Leiter der Percussion-Abteilung am Berklee College of Music und unterrichtet bis heute in seinem eigenen Studio.

Zu seinen Schülern zählen Vinnie Colaiuta, Steve Smith und Jonathan Mover. Zudem arbeitete er mit Musikern wie Mike Stern, Pat Metheny, Abe Laboriel und Palle Danielsson zusammen. Adams Drumworld war stolz, ihn in Kooperation mit Yamaha Drums präsentieren zu dürfen.

16.00 – 17.00 Flo Mounier

Nach den lehrreichen Einblicken von Gary war es Zeit für rohe Energie, mit dem Hinweis, Gehörschutz wurde empfohlen und angeboten. Flo Mounier präsentierte eine Stunde melodischen Speed Metal.

Seine furchtlose Herangehensweise machte ihn zu einer Sensation in der Metal-Szene. Die Kombination aus brutaler Technik, Geschwindigkeit und kreativen Ideen verleiht seinem Spiel enorme Tiefe, mit Einflüssen aus Jazz und Latin. Selbst wer kein Fan von Speed Metal ist, konnte sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen.

Geboren in Montreal, tourt Flo weltweit mit Cryptopsy. Seine extreme Spielweise führte ihn unter anderem ins Guggenheim Museum in New York und ins Museum of Contemporary Canadian Art. Er begeisterte bei Drumfestivals in Montreal und Cape Breton. 2006 gewannen Flo und Cryptopsy den Canadian Music Week Award als Favourite Metal / Hardcore Artist / Group. Für Fans von Power und Metal ist Flo Mounier der Drummer des Jahres.

17.30 – 18.30 Peter Erskine

Peter Erskine begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Schlagzeugspiel und gilt seit über 30 Jahren als prägende Figur der Jazzwelt. Seine professionelle Karriere startete 1972 im Stan Kenton Orchestra. Nach drei Jahren dort und zwei Jahren bei Maynard Ferguson folgte Weather Report.

Die enge Freundschaft mit Jaco Pastorius war ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser legendären Band. Nach fünf Alben mit Weather Report folgten Zusammenarbeiten mit Mike Brecker, Mike Mainieri, Don Grolnick und Eddie Gomez von Steps Ahead.

Mit über 400 Albumproduktionen, darunter mit Chick Corea, Mike Stern und Joni Mitchell, zählt Peter zu den einflussreichsten Jazzmusikern. Heute lebt er etwas ruhiger und widmet sich Kompositionen für Tanz, Theater und Animation. Clinics sind selten, umso besonderer war seine Präsenz beim Festival. Eine wahre Jazzlegende.

19.00 – 20.00 Jonathan Mover

Den Abschluss des Festivals bildete Headliner Jonathan Mover. In einer Kleinstadt nördlich von Boston begann er im Alter von 13 Jahren mit dem Schlagzeugspiel. Beeinflusst von britischem Progressive Rock und Künstlern wie Frank Zappa, Todd Rundgren und The Tubes, erweiterte er früh sein Drumset um eine zweite Bassdrum.

Am Berklee College of Music erhielt er Privatunterricht bei Gary Chaffee. Nach sechs Monaten zog er nach London, wo Studioarbeit und Live-Auftritte ihn mit Steve Howe (Yes) und Steve Hackett (Genesis) zusammenbrachten, was schließlich zur Band GTR führte. 1988 kehrte er in die USA zurück und arbeitete mit Joe Satriani, Steve Vai, Alice Cooper, Aretha Franklin, Mick Jagger, Peter Frampton und vielen weiteren Künstlern.

Jonathan ist auch als Produzent tätig. Seine Soloalben „Einstein“ und „Einstein Too“ spiegeln seine progressive musikalische Vision wider. Ein vielseitiger Drummer mit enormer Erfahrung, der das Festival eindrucksvoll abschloss.

Während der Clinics konnten die Gäste die Außenterrasse mit Speisen und Getränken zu attraktiven Preisen nutzen. Der Verkauf von Drumsticks fand außerhalb des Geschäfts statt, um Lärmbelästigung zu vermeiden und eine bessere Beratung zu ermöglichen. Adams Drumworld stellte sicher, dass Kunden weiterhin problemlos Becken testen und attraktive Angebote erhalten konnten.

Mister Universe war ebenfalls vor Ort, in einem spektakulären Kostüm, bereits bekannt von der Musikmesse in Frankfurt, auch dort ein großer Publikumsmagnet.

Die begleitende Messe mit führenden Großhändlern rundete den Tag perfekt ab. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe und hoffen, dass alle Gäste einen großartigen Tag erlebt haben, denn genau dafür machen wir dieses Festival.

Hiermit sind alle herzlich eingeladen, bis zum 16. September!